
Es gibt bei einem Spatenstich genau eine Sekunde, auf die alles hinausläuft: wenn fünf Spaten gleichzeitig die Erde greifen und der Sand durch die Luft fliegt. Diese Sekunde lässt sich nicht wiederholen. Genau darin liegt der Reiz — und die Herausforderung — der Reportagefotografie. Für die ProPotsdam durfte ich diesen Moment in Potsdam-Bornstedt festhalten.
In der Georg-Hermann-Allee fiel Ende Mai der symbolische Startschuss für einen neuen Wohncampus: 161 Apartments für 308 Studierende, klimagerecht in Holzhybridbauweise, rund um einen begrünten Innenhof. Ein wichtiges Projekt für eine wachsende Hochschulstadt — und ein Termin mit prominenten Gästen.
Gemeinsam setzten den Spatenstich:
Die Oberbürgermeisterin Noosha Aubel durfte ich übrigens schon einmal begleiten — damals während ihres Wahlkampfs zur Bürgermeisterwahl. Sie nun als Amtsinhaberin beim Spatenstich wiederzusehen, war ein schöner Moment.
Bei einem offiziellen Spatenstich habe ich als Fotografin keine zweite Chance. Der Griff in die Erde passiert einmal, dauert Sekundenbruchteile — und wenn der Auslöser zu spät kommt, ist der Sand schon gefallen.
Deshalb bereite ich mich auf genau diesen Augenblick vor: Ich suche vorher die Position, von der aus alle Beteiligten im Bild sind, achte darauf, dass das ProPotsdam-Banner im Hintergrund lesbar bleibt, und stelle die Kamera so ein, dass die fliegende Erde scharf einfriert. Als es so weit war, hat alles gepasst — die Erde in der Luft, fünf lachende Gesichter, blauer Himmel.
Eine gute Reportage besteht aber nicht nur aus dem einen Höhepunkt. Sie erzählt die ganze Geschichte des Tages — und die steckt oft in den Zwischenmomenten.
Da sind die gravierten Spaten, die vor Beginn im Sand stecken — ein ruhiges Detailbild, das den Anlass auf den Punkt bringt. Da sind die Redebeiträge am Podium, die konzentrierten Gesichter der Gäste, das gelöste Lachen zwischen den Projektbeteiligten und schließlich der lockere Empfang, bei dem aus offiziellen Terminen echte Gespräche werden. Erst all diese Bilder zusammen ergeben eine Reportage, mit der die ProPotsdam den Tag später erzählen kann.
Fotografisch war der Termin durchaus fordernd: greller Sonnenschein am Mittag, harte Schatten, heller Sandboden, der alles zusätzlich aufhellt. Solche Bedingungen verzeihen keine Nachlässigkeit bei der Belichtung — dafür belohnen sie mit kräftigen Farben und einem strahlend blauen Himmel.
Spatenstiche, Richtfeste, Konferenzen, Firmenjubiläen: Termine wie dieser leben davon, dass jemand die entscheidenden Momente sicher einfängt — unaufdringlich, aber immer zur richtigen Sekunde am richtigen Ort. Genau das ist meine Arbeit als Reportage- und Eventfotografin.
Wenn auch Sie einen besonderen Anlass in Potsdam oder Berlin professionell begleiten lassen möchten, schauen Sie gerne bei meiner Reportage- und Eventfotografie vorbei — oder melden Sie sich direkt bei mir.